Rohrkantenfräsen im Wärmetauscher-, Apparate- und Kesselbau: Rohre ablängen und Schweißnähte entfernen

Beim Rohrkantenfräsen im Rahmen der Rohr-zu-Rohrboden-Verbindung steht das punkt- und wiederholgenaue Ablängen der Rohre vor dem Schweißen sowie das effiziente Entfernen von Schweißnähten im Rahmen von Reparaturarbeiten im Vordergrund.

Ablängen als Kernaufgabe

Rohrkantenfräsmaschinen kommen an zwei zentralen Punkten im Prozess zum Einsatz:

  • Als Teil einer generelle Schweißvorbereitung, um Rohre exakt auf das gewünschte Maß abzulängen, bevor sie in den Rohrboden eingeschweißt werden.

  • Nach dem Walzen, wenn ausschließlich gewalzt wird: Auf der ersten Rohrboden-Seite werden die Rohre mit einer Rohrwalze mit voller Kappe bündig eingewalzt. Auf der zweiten Seite entsteht durch die Materialverdrängung beim Walzvorgang ein Rohrüberstand. Dieser Überstand muss nach dem Walzen zurück gefräst werden, um ein maßgenaues, bündiges Rohrende zu erhalten.

Rohrkantenfräsen bei Reparatur und Retubing

Auch bei Reparaturaufgaben ist das Fräsen unverzichtbar: Vor dem Ausziehen alter Rohre muss die vorhandene Schweißnaht zunächst weggefräst werden. Mit schräg angestellten Messern in 30° oder 45° lassen sich dabei zwei Arbeitsschritte in einem Durchgang ausführen: das Entfernen der Schweißnaht und gleichzeitig die Vorbereitung des Rohrbodens für die Neuverschweißung nach dem Neuberohren des Behälters.

Worauf es bei der Fräsmaschine ankommt

Beim Rohrkantenfräsen zählen Geschwindigkeit und Präzision gleichermaßen. Eine pneumatische Spanneinheit ermöglicht zügiges Arbeiten und sichert gleichzeitig die zentrische Ausrichtung im Rohr – die Voraussetzung für ein maßgenaues Ergebnis.

Da die Anforderungen je nach Aufgabe variieren, sollte sich die Anzahl der eingesetzten Messer flexibel anpassen lassen. Die Rohrkantenfräsmaschinen von TECHNODATA arbeiten mit bis zu vier Messern gleichzeitig – für Innen- und Außenbearbeitung sowie Planen in einem Arbeitsgang.

Bei Aufgaben mit hoher Wiederholzahl ist zudem ein Vorschub per Hebel von Vorteil: Er beschleunigt die Arbeit und sorgt für eine ergonomische, ermüdungsarme Bedienung. Ein Abstandshalter sichert zusätzlich das maßgenaue Fräsen jedes einzelnen Rohres – Rohr für Rohr mit demselben Ergebnis.

Die Rohrkantenfräsmaschine Mini-TDA deckt den Rohr-ID-Bereich von 12,5 – 42,0 mm ab und eignet sich für großvolumige Wärmetauscherarbeiten. Für dickwandige Rohre im Kesselbau steht die Rohrkantenfräsmaschine Typ Kessel mit einem Bereich von 28,0 – 76,0 mm zur Verfügung.

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